Hygiene
Hygiene ... oder: Warum kann es zu Infektionen kommen?
Beim Tätowieren werden Farbpigmente in verschiedene Hautschichten mit Nadeln eingestochen. Notwendigerweise wird die Haut großflächig verletzt. Dadurch treten erhebliche Mengen Blutserum (Wundwasser), zum Teil auch Blut, aus der "Wunde" aus. In diesen Flüssigkeiten überleben Krankheitserreger, insbesondere Viren, die für Erkrankungen wie Aids und Hepatitis (Gelbsucht) verantwortlich sind. Dadurch könnte bei mangelnder Hygiene eine Übertragung von Krankheiten stattfinden!
In einem Tätowierstudio ist der Arbeitsplatz vom übrigen Teil des Raumes getrennt! Im Arbeitsbereich sollten nur Möbel und Geräte stehen, die für die Arbeit des Tätowierens notwendig sind! Im Arbeitsbereich stehende Alkoholflaschen, Aschenbecher und überlaufende Abfalleimer sind ein Zeichen dafür, dass es der Tätowierer in Bezug auf die Hygiene nicht so genau nimmt! Während des Tätowierens sollten sich am Arbeitsplatz nur der Künstler und sein Kunde aufhalten!
Vor Arbeitsbeginn muss der Tätowierer neue Nadeln in die Maschine einsetzen, Nadeln und Führungen müssen in einem sterilen Behälter (oder auch in Tüten) aufbewahrt sein! In jedem professionellen Studio steht ein Sterilisator, oder wie bei uns ein Autoklav und wird auch benutzt! Im Zweifelsfall lässt Du ihn dir zeigen. Die "sterilisierende Glasplatte" gibt es nicht! Andere fadenscheinige Methoden weisen darauf hin, dass hier ein Pfuscher am Werk ist! Achtet besonders darauf, dass für jeden Kunden neue Farbtöpfe genommen werden, denn dies sind Einmalprodukte, die nach jedem Kunden entsorgt werden müssen! Selbstverständlich muss der Tätowierer selbst auch mit Einmalhandschuhen arbeiten.
Die Desinfektionsmittel die wir benutzen sind gelistet, das heißt es sind nicht irgendwelche Billigprodukte, sondern geprüfte Mittel, wie sie auch in jeder Arztpraxis stehen.